Technische Umsetzungen von BoreholeML

BoreholeML dient sowohl als maschinenlesbares Austauschformat wie auch als Format zur Speicherung von Bohrdaten. Je nach Anwendungsfall existieren unterschiedliche technische Umsetzungen.

Unified Modeling Language (UML)

Das UML-Modell dient Software-Entwicklern der schnelleren Erfassung der Spezifikation von BoreholeML mit seinen Klassen, Beziehungen und Eigenschaften. Es wurde mittels der Software Enterprise Architect auf der Domain Modell Ebene erstellt und steht als klickbare HTML-Anwendung zur Verfügung. Als Ansatz für die Modellierung wurde von Version 3.0.1 zu 3.1 von UML-Datentypen der ISO auf XML-Datentypen umgestellt, um eine einfachere Lesbarkeit und Interpretation auf technischer Ebene zu gewährleisten.

XML-Schema

Die Klassen von BoreholeML werden in XML in einer hierarchischen Baumstruktur abgebildet, welche den Austausch von Bohrungen in maschinen- und menschenlesbarer Textform unter Einbindung von OGC-Standards und der BoreholeML-Codelisten bei gleichzeitiger Qualitätsprüfung durch Validierung gegen die BoreholeML-Schemadefinition ermöglicht.

Datenbankmodell

BoreholeML ermöglicht nicht nur den Austausch von Bohrungsdaten mittels XML, sondern auch die Vorhaltung und Speicherung von Bohrdaten in einer Datenbank. Die BoreholeML-Datenbankstruktur bildet die hierarchisch miteinander in Beziehung stehenden Klassen als relational verknüpfte Tabellen ab und ist für die Datenbanksysteme PostgreSQL/PostGIS, MS SQL Server und Oracle definiert.

Neben den benannten Datenbankmodellen wurde in Version 3.2 zusätzlich ein Template entsprechend der OGC GeoPackage-Spezifikation definiert. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um eine containerisierte SQLite-Datenbankdefinition, welche einen dateibasierten Austausch von BoreholeML-Bohrdatenbanken ermöglicht.